oberstdorf online führer
  
  Kultur / Oberstdorfer Sagen    
 

Kleine Oberstdorfer Sagenkunde

Krankheitsdämonen
In vielen Sagen lebt die vorchristliche Götterwelt, die in unserem alpenländischen Bereich mehr auf keltisch-romanische Ursprünge als auf germanische zurückgeht, fort. Diese Göttervorstellungen waren geprägt von der Natur. Einer Reihe von Hauptgöttern, z.B. der Pferdegöttin Epona, standen unendlich viele lokale Natur- und Hausgötter gegenüber. Allein im schwäbischen Raum tauchen in den Sagen fast 2000 namentlich bekannte Nachfahren als Lokaldämonen auf. Natürlich ist der Zusammenhang zwischen dem keltischen Göttererbe und diesen Dämonen unseren Sagenerzählern der Neuzeit schon lange nicht mehr bewusst. Dieses überlieferte Traditionsgut läßt zusammen mit einer krankhaften Empfänglichkeit eine neue Sage entstehen. So ist z.B. das Schrättle Schuld für krankhafte Schlaflosigkeit, die damals noch nicht rationell erklärt und behandelt werden konnte. Der zweite Teil dieser Sage ist jedoch einem anderen Traditionsgut entnommen, der sehr stark an die Zwergensagen oder auch an die Sagen der Wilden Männle erinnert.
Zusätzliche Literatur :

Behringer, Wolfgang: Chonrad Stoeckhlin und die Nachtschar, München 1994
Röhrich, Lutz: Die deutsche Volkssage, aus: Vergleichende Sagenforschung, Hrsg. Leander Petzold,
Darmstadt 1969
Weitnauer, Alfred: Keltisches Erbe in Schwaben und Baiern, Kempten 1965

Links

> Sagenkatalog
> Kleine Oberstdorfer Sagenkunde - Einführung
> Kleine Oberstdorfer Sagenkunde - Vorwort

 

 

  Krankheitsdämonen RE EN  

Trudd heiratet 199
Sage

Gefangenes Schrättle wird Bäuerin   340  

Der unheimliche Geißbock im Buchrain 287
 

Der Geißbock von Buchrainen   112 Sage
         
 
Verbesserungsvorschläge und weitere Artikel für diesen Online-Führer werden gerne entgegengenommen! Alle Angaben auf diesen Seiten "ohne Gewähr"!   Alex Rößle